Staatsanwaltschaft stellt Verfahren gegen Mitarbeiter von Polizei und Jugendamt ein

      Staatsanwaltschaft stellt Verfahren gegen Mitarbeiter von Polizei und Jugendamt ein

      Im Kindesmissbrauchsfall von Lügde war mehreren Polizisten und Jugendamt-Mitarbeitern vorgeworfen worden, Hinweise verschleppt und Zeugenaussagen ignoriert zu haben. Zu einer Anklage kommt es aber nicht.

      [...] Dazu hieß es, die Beschuldigten hätten zwar keine intensiven Versuche unternommen, Verdachtsmomente durch Untersuchungen zu bestätigen oder auszuräumen. Doch könne letztlich nur festgestellt werden, "dass alle Beschuldigten davon ausgingen, dass ein sexueller Missbrauch nicht stattfand". [...] Quelle: spiegel.de/panorama/justiz/mis…10-4074-8089-b2d929d3f758

      Kein Wunder, dass in Jugendämtern so gearbeitet wird. Wer nichts macht, macht nichts falsch. Man muss nur davon ausgehen, dass schon alles passt und sonst alle Verdachtsmomente ausblenden/ignorieren. Was ist das für eine Logik? Wo bleibt da das staatliche Wächteramt (§ 1 Abs. 2 SGB VIII)?
      Schon interessant, wie sich die Berichterstattungen immer wieder gleichen. Ändern tut sich aber (dank kommunaler Selbstverwaltung) nichts! Jeder murkst vor sich hin.

      [...] Stirbt wieder mal ein Kind - verhungert, von den Eltern getötet -, dann fragen wir uns: was machen die eigentlich im Jugendamt? 600 Ämter gibt es, doch keines ist organisiert wie das nächste. Ob ein Kind in Not zuverlässig Hilfe bekommt - Glückssache. Und Familienbetreuung, eine der sensibelsten Aufgaben des Staates, ist komplett privatisiert. [...] Quelle: Walter Wüllenweber, Alle murksen vor sich hin, Quelle: stern.de/panorama/gesellschaft…or-sich-hin--3093334.html

      Hier beim Missbrauchsfall von Staufen:

      [...] Die Verbrechen hatten eine Debatte über die Rolle von Jugendamt, Gerichten und Polizei entfacht. Denn die Familie stand bereits unter Beobachtung der Behörden, der Stiefvater war einschlägig vorbestraft. Das Jugendamt brachte das Kind zeitweise bei Pflegeeltern unter. Doch Richter in Freiburg und Karlsruhe stimmten einer Rückkehr des Jungen in seine Familie zu. Es habe keine konkreten Beweise für einen Missbrauch gegeben, so das Argument. Außerdem habe man darauf vertraut, dass die Mutter ihren Sohn schützen könne. [...] Quelle, Katja Korf, schwaebische.de/home_artikel,-…aufen-_arid,10891150.html

      Da gab es auch viel Vertrauen......

      [...] Das Oberlandesgericht sah nach eigenen Angaben einen Interessengegensatz zwischen Mutter und Kind „nicht ansatzweise“. Von einer Gefährdung des Kindeswohls waren die Richter nach Angaben der Gerichtssprecherin deshalb nicht ausgegangen, weil sich Christian L. zuvor nur an Mädchen vergangen hatte. [...] Quelle: faz.net/aktuell/politik/inland…n-suedbaden-15406013.html

      Das hört sich auch "super" an: Von einer Gefährdung des Kindeswohls waren die Richter nach Angaben der Gerichtssprecherin deshalb nicht ausgegangen, weil sich Christian L. zuvor nur an Mädchen vergangen hatte.

      Ob die Richter das bei ihren eigenen Kindern auch so gesehen hätten? Z. B. wäre ein pädophiler Sportlehrer meiner Kinder, der nur Jungen unterrichtet, kein Problem, wenn er sich vorher nur an Mädchen vergangen hat.....????

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „ZAP“ ()

    Ungelesne Beiträge