Bereitschaftspflegegeld

      [...] Es existiert allerdings keine deutschlandweite geltende einheitliche Vergütung für die Kurzzeitpflege. Örtliche Behörden müssen sich jedoch nach § 39 des SGB VIII richten. Im Schnitt bedeutet dies, dass Pflegefamilien für Kinder in Not etwa 1000 € im Monat zur Verfügung steht. Hinzu kommen Sonderausgaben für einmalig anzuschaffenden Gegenstände, wie beispielsweise einen Kinderwagen oder ein Babybett. [...] Quelle: kita.de/wissen/bereitschaftspflege/

      Im § 39 des SGB VIII steht:

      [...] (4) Die laufenden Leistungen sollen auf der Grundlage der tatsächlichen Kosten gewährt werden, sofern sie einen angemessenen Umfang nicht übersteigen. Die laufenden Leistungen umfassen auch die Erstattung nachgewiesener Aufwendungen für Beiträge zu einer Unfallversicherung sowie die hälftige Erstattung nachgewiesener Aufwendungen zu einer angemessenen Alterssicherung der Pflegeperson. Sie sollen in einem monatlichen Pauschalbetrag gewährt werden, soweit nicht nach der Besonderheit des Einzelfalls abweichende Leistungen geboten sind. Ist die Pflegeperson in gerader Linie mit dem Kind oder Jugendlichen verwandt und kann sie diesem unter Berücksichtigung ihrer sonstigen Verpflichtungen und ohne Gefährdung ihres angemessenen Unterhalts Unterhalt gewähren, so kann der Teil des monatlichen Pauschalbetrages, der die Kosten für den Sachaufwand des Kindes oder Jugendlichen betrifft, angemessen gekürzt werden. Wird ein Kind oder ein Jugendlicher im Bereich eines anderen Jugendamts untergebracht, so soll sich die Höhe des zu gewährenden Pauschalbetrages nach den Verhältnissen richten, die am Ort der Pflegestelle gelten. [...] Quelle: gesetze-im-internet.de/sgb_8/__39.html
      Hallo ZAP,
      vielen Dank für deine ausführliche Antwort. Ich habe mir den Artikel durchgelesen.
      Leider konnte meine Frage noch nicht genau beantwortet werden.
      Also ich möchte wissen WANN ( nicht wieviel ) ihr euer Geld bekommt, wenn ihr ein Kind aufgenommen habt. Ich meine nur bei einer Inobhutnahme als Bereitschaftseltern, KEINE Dauerpflege.
      Liebe Grüße
      Blanka
      Hallo Diana,
      , Sogar im voraus ? Bei mir sagen sie immer das geht bei Bereitschaft nicht, da man ja nicht weiß wie lange das Kind bei uns ist !
      Das nehme ich ja noch hin, aber sechs oder sieben Wochen gar kein Geld ( letztes Mal waren es sogar fast zwei MONATE ! ), das finde ich fast schon frech !
      Liebe Grüße,
      Blanka
      Im Gesetz steht: Sie sollen in einem monatlichen Pauschalbetrag gewährt werden, soweit
      nicht nach der Besonderheit des Einzelfalls abweichende Leistungen geboten sind.

      Das, was die machen, ist nicht nur frech, sondern rechtswidrig! Ich kenne das auch nur, dass es im voraus bezahlt wird. Sollte das Kind früher gehen könnte man das Geld ggf. zurückfordern. Das Geld ist für den Unterhalt des Kindes. Hier die PE in Vorleistung gehen zu lassen ist ne sauerei!

      [...] Die Lebensunterhaltspauschale wird monatlich im Voraus, jeweils am Ersten des Monats an die Bereitschaftspflege- / Kurzzeitpflegeperson gezahlt. [...] Quelle: kreis-lup.de/export/sites/LUP/…_NEU-ab-01.01.2020pdf.pdf
      Wir hatten erst Bereitschaftskinder über das Jugendamt. Bis die erste Zahlung anlief, dauerte es oftmals bis zu 3 Monate.
      Jetzt sind wir schon 2 Jahre eine Soz. - Päd. Erziehungsstelle und bekommen das Geld über unseren Träger. Aber auch das wird immer Mitte des Folgemonats bezahlt.
      Somit kommt es nicht zu einer Überzahlung, da man oft nicht weiß, wie lange die Kinder bei uns sind.
      Ob das so richtig ist, darüber habe ich mir nie Gedanken gemacht.

      LG Ina
      Wenn über eine dumme Sache mal endlich Gras gewachsen ist,

      kommt sicher ein Schaf gelaufen, das alles wieder runterfrisst.


      Hallo Ina,
      Danke für deine Antwort.
      Wahrscheinlich ist es für eine Erziehungsstelle so besser ( bei unserer Bürokratie ;-)
      Aber ich habe ja in der Regel nur ein Kind. Sollte ich da wirklich einmal überbezahlt werden, wäre es
      für mich kein Problem, dass Geld sofort zurück zu überweisen.
      Das es bei einer Inobhutnahme am Anfang etwas dauert bis die Zahlungen anlaufen, kann ich auch verstehen
      ( wieder wegen unserer Bürokratie ;-)
      ABER für mich wäre es gerechter, wenn wir Bereitschaftspflegeeltern gleich einen " Vorschuß " bekommen würden, denn gerade am Anfang hat man große Ausgaben. Zumindest bei mir ist es so, dass die Kinder so gut wie immer mit NICHTS kommen. Der kleine Junge z.B. den ich gerade habe, kam im Winter OHNE Jacke und mit Sommerschuhe zu uns ! Es ist ja nicht so, dass ich kein Geld habe ihm das alles zu kaufen ( ich kaufe IMMER eher zu viel als zu wenig ) sondern es fühlt sich so an als müsste man darum BETTELN endlich mal wieder Geld zu bekommen. Und das für eine Arbeit, die ja angeblich sooooo gebraucht wird. Wo ist da eine Wertschätzung gegenüber uns Pflegeeltern ?
      Also kurz gesagt finde ich das UNGERECHT, und Ungerechtigkeiten mag ich überhaupt nicht.....
      Liebe Grüße und viel Spaß, Geduld und Kraft für deine Arbeit
      Blanka
      Hallo liebe/r Regen,
      Danke für deinen Beitrag.
      Bei uns gibt es ( angeblich ) nur vier Bereitschaftseltern. Davon kenne ich nur eine. Sie hatte auch schon des öfteren Probleme mit den Zahlungen.
      Was der Sozialreferent dazu sagt .......darüber habe ich noch gar nicht nachgedacht. Wußte ehrlich gesagt gar nicht, dass es ihn interessieren könnte......aber darüber werde ich mir einmal Gedanken machen
      Liebe Grüße
      Blanka

      Neu

      Hallo und guten Morgen,
      ich habe am Mittwoch bei der wirtschaftlichen Jugendhilfe angerufen und nach meinem Geld gefragt. Dieses Mal war es der " momentan hohe Arbeitsaufwand " der die Zahlung bisher verhindert hat. Das letzte mal war es " Corona " . Er sagte mir aber, dass ich nächste Woche schon das Geld für den ganzen August bekomme, weil er in Urlaub geht. Da macht er alles schon vorher fertig. Also geht es auch im voraus ??? Und wenn ich darauf bestehe oder das Geld dringend brauche, könnte er es mir auch 14tägich ausbezahlen. ???? Ich erklärte ihm dass es nicht darum geht dass ich das Geld brauche, sondern darum dass ich es nicht richtig finde dass ich nach sechs/sieben Wochen immer um das Geld " betteln " muss ! Schließlich bekommt jeder seinen Lohn schon nach vier Wochen ! Wo ist da die Wertschätzung für meine Arbeit ! ? Also liegt es nur an denjenigen, der das Geld ausbezahlt wie häufig und wann man das Geld bekommt ? Das finde ich NICHT in Ordnung und werde ich bei Gelegenheit auch zum Ausdruck bringen !
      Heute ist das Geld auf meinem Konto, aber wieder nur bis zum 17.07......

      Ich wünsche euch ein schönes Wochenende
      und uns Allen , dass wir nicht immer so viele Probleme und Ärger mit den Behörden haben. Die Sorge um unsere Pflegekinder und der damit verbunde Zeitaufwand genügt uns doch allen, oder ?

      Blanka

      Neu

      Das ist ein allgemeines "Problem" in Jugendämtern, dass sie sich einfach nicht auskennen und machen, wie es ihnen passt - kontrolliert ja keiner.

      Für die Zahlung gibt es eine gesetzliche Grundlage! Sie sollen in einem monatlichen Pauschalbetrag gewährt werden, soweit nicht nach der Besonderheit des Einzelfalls abweichende Leistungen geboten sind. § 39 des SGB VIII

      Es muss/soll nicht 14tägig, nach 6, 7.. Wochen ausbezahlt werden, sondern MONATLICH! Wie es eben im Gesetz steht. Was würde das Jugendamt sagen, wenn Du dich nicht an gesetzliche Vorgaben halten würdest? (Hilfeplan lassen wir mal ausfallen.....)

      Frag doch mal "dumm" (schriftlich) beim Landrat nach, warum das Pflegegeld beim JA nicht nach den gesetzlichen Vorgaben gezahlt wird. Und ob es gut für die Gewinnung von PE ist, dass sie in Vorleistung gehen müssen (im Gegensatz zu anderen Jugendämtern, die das ja auch fertig bringen monatlich (wie gesetzlich vorgeschrieben) im voraus zu zahlen). Immerhin kostet ein Heimplatz ja ein vielfaches von einem Platz bei PE.
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