Protokolle bei Anhörungen ?

      Ich verstehe nicht, dass bei einer Anhörung bzw. bei der, die wir erlebten bestimmte Formalien nicht wichtig sind oder eingefordert werden.
      Bespielsweise reichte der Verfahrensbeistand einen Bericht ein, in dem zwei Personen zitiert werden. Die Namen der Personen werden nicht genannt.
      Oder: Während der Anhörung saß noch ein Mann im Raum, keine Ahnung wer das war.
      Für den Rechtspfleger war das jedoch kein Problem.
      Obwohl wir vor der Anhörung beim Verfahrensbeistand schriftlich nachfragten und sogar die schriftliche Antwort des Verfahrensbeistand erhielten, dass das sein Versehen war, er wisse nicht wie die zwei Personen heißen. Die eine Person kennen wir sicherlich nicht, da deren Funktion im Bericht genannt wurde (eine Leitungsfunktion) ! Sie oder Er äußert sich allerdings sehr negativ über uns (unser ehemaliges PK lebt nun in einer Einrichtung und dort wurden sowohl die Bezugsbetreuerin als auch die Leitung befragt).
      Das übersteigt meinen Verstand. Versteht das jemand hier ?
      In einer Anhörung/Sitzung/Hilfeplanespräch etc. werden datenschutzrelevante Dinge besprochen. Da darf natürlich niemand drin sitzen, der da nichts zu suchen hat - außer ihr stimmt dem ausdrücklich (schriftlich!) zu.

      Nur weiß das keiner! Die arbeiten seit (Jahr)zehnten so. Dritte wissen das in der Regel auch nicht - war bei uns auch so. Da waren auch Leute bei Gesprächen anwesend die da eigentlich nicht hätten sitzen dürfen. Oder es wurde von Seiten des JA mit Leuten geredet mit denen eigentlich ohne Entbindung der Schweigepflicht nicht hätte geredet werden dürfen (erfuhren wir erst aus der Akteneinsicht). Aber das weiß ma auch erst später. Man denkt ja, die kennen sich aus .......

      Problem ist auch, dass man "abhängig" ist von den Leuten. Wenn sich PE über das JA beschweren kann es soweit gehen, dass sie das Pflegegeld streichen. Wenn Du dich jetzt über das Verfahren und den Rechtspfleger beschwerst wird das wahrscheinlich nicht die Chancen erhöhen die Vormundschaft zu bekommen.....

      Es gibt eben viele in diesem Bereich, die wenig Ahnung haben, weil es praktisch keine Kontrolle gibt. Die Arbeit eines Schaffners, Schalterbeamten etc. wird durch Testkäufe, Testkunden etc. überprüft. Das wissen die auch. Wenn ich mir ein Auto kaufe werde ich angerufen ob ich mit dem Service zufrieden war etc... D.h. eine "normale" Firma möchte, dass die Angestellten gut arbeiten und die Kunden zufrieden sind.

      In Behörden gibt es das nicht. Es existiert kein Qualitätsmanagement. Niemand muss fürchten, dass das, was er macht, grundsätzlich überprüft wird. Niemand auf dem Familiengericht schaut sich mal ein Verfahren an um zu schauen, ob da alles gepasst hat. Oder eine Jugendamtsakte, ob die korrekt geführt wird... solange nichts passiert.

      Bei Untersuchungen von Missbrauchs- / Todesfällen im Bereich Pflegekinderhilfe gibt es selten eine Person, die einen Fehelr gemacht hat. Da kommen viele Fehler von Behörden (Jugendamt, Gerichte, Polizei...) zusammen.

      [...] Das klingt allerdings etwas voreilig in einem Missbrauchsfall, der zuletzt fast wöchentlich mit neuen Erkenntnissen und Ermittlungspannen in der Öffentlichkeit stand und sich zu einem Polizeiskandal ausweitete. [...] Quelle: spiegel.de/panorama/justiz/lue…orrigieren-a-1258669.html

      Ihr müsstet ja die Niederschrift zu der Anhörung bekommen. Darin sollten ja dann auch die Namen/Funktion der Teilnehmer drin stehen, sowie die Inhalte. D.h. wenn da Stellungnahmen von anderen aufgenommen wurde auch deren Namen/Funktion.
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