müssen wir das wirklich?

      müssen wir das wirklich?

      Hallo,

      ich war lange nicht hier...

      nun...
      ABER es gibt immer wieder neue oder neue alte oder ach, halt das eine oder andere Problemchen...

      Folgendes: Die Umgänge immer unbegleitet finden am neuen Wohnort der LE statt. Bisher haben wir PK zum alten Wohnort gebracht und die LE haben abgeholt...Rückwärts genauso.

      Da das ganze ja per Bus und Bahn etwas komplizierter ist.... Möchten die LE das wir das komplett übernehmen. Aussage vom JA wir als PE wären verpflichtet die Umgänge zu ermöglichen. Würden andere auch machen und Richter könnte das auch so festlegen...
      Dazu gibt es auch bald ein HPG.
      Und die LE möchten dort festgehalten haben, das wir Holen und Bringen komplett übernehmen...

      Kann wirklich ein Gericht entscheiden das wir das komplett übernehmen müssen?
      Wie sieht es den rechtlich aus? Normalerweise ist ja der Umgangsberechtigter in der Pflicht...
      Das wir die Besuchskontakte zulassen müssen, steht ausserfrage. Wir übernehmen auch gerne die Hälfte der Strecke...Aber ehrlich, Kind nun auch komplett vor der Haustür abliefern? :beisstisch:

      Ich bedanke mich schonmal für eure Anregungen....
      Hallo Fantine, bei uns läuft es so, das die Kinder von ihren LE bei uns an der Haustür abgeholt und auch wieder her gebracht werden. Das haben wir von Anfang an so fest gelegt, da die LE auch zeigen sollen, das Sie wirklich interesse an ihren Kindern zeigen. Sie müssen sich ein bis zwei Tage vorher melden, wann sie die Kinder holen wollen. Die grosse PT (15) macht mitlerweile ihre Kontakte selber und das klappt auch ganz gut. Ich habe das Gefühl, wenn man sich die Fahrten aufzwingen läßt und sich nicht dagegen wehrt muss das dann immer sein. Wir haben bei einigen Kindern auch schon gehabt,das wir uns auf halber Strecke getroffen haben, aber komplett vor der Haustür abliefern haben wir von vorn herein ausgeschlossen. LG
      erna1968
      Danke für deine Antwort!

      Wir haben von Anfang an den Übergabe Ort festgelegt. Das ist für uns absolut okay. Ich glaube auch, dass wenn wir einmal fahren es immer so verlangt wird. (JA kommt bestimmt auf die Idee das dann doch im Wechsel zu machen, was aber dann natürlich nie funktionieren würde ;-) )

      Wir werden darauf beharren das es so bleibt, aber könnte im Ernstfall uns jemand auferlegen das doch zu tun? Den LE traue ich zu das sie deswegen bis vor Gericht ziehen würden...
      Hallo Fantine,
      ihr habt bis jetzt großes Entgegenkommen gezeigt. Das jedoch ist nicht eure Aufgabe. Ihr müsst dafür sorgen das BK statt finden können, also das Kind zu diesem Zeitpunkt zur Verfügung zu stellen, weil die Eltern ein Recht darauf haben, ihr Kind zu sehen.
      Aber: Die Eltern sollten dafür ihren Hintern bewegen und zeigen das da Interesse besteht und sie sich Mühe geben, ihr Kind zu sehen.
      Das bedeutet allerdings, das sie sich auf den Weg machen müssen. Sie bekommen die Fahrerei auf Antrag schließlich bezahlt.
      Ich würde mich beim HPG klar positionieren. Ihr habt keine Bringschuld.

      Das ist zumindest meine Meinung, anders würde ich mich auch nicht darauf einlassen.
      Wenn über eine dumme Sache mal endlich Gras gewachsen ist,

      kommt sicher ein Schaf gelaufen, das alles wieder runterfrisst.


      Hallo,...
      ich stehe ein bisschen auf dem Schlauch mit euren Abkürzungen,.... :ja:
      Klar sind die Besuchskontakte wichtig, aber wenn euch die Eltern nicht entgegen kommen, dann müsst ihr die Termine über das Juamt ausmachen, und auch auf dem Jugenamt , ....
      Macht diesen Vorschlag doch mal den leilichen Eltern, und in den meisten Fällen kommen diese dann doch den Pflegeeltern auf der hälfte des Weges entgegen, oder Die Pfleeltern bringen das Kind hin,....die leiblichen Eltern wieder zurück,....und umgekehrt.

      Alles Liebe,....

      Sabine- Sahila
      Glück ist das einzige was sich verdoppelt, wenn man es von ganzen :liebesflagge: zen teilt. SAHILA
      Unter Beiziehung der rechtlichen Regelungen zum Umgang zwischen Elternteilen ergibt sich folgendes Bild:

      § 1684 Abs.2 BGB beinhaltet die sog. "Wohlverhaltensklausel". Diese findet im Falle des gemeinsamen Sorgerechts der Eltern dahingehend weiterfassend Anwendung (Mitwirkungspflicht), dass der betreuende Elternteil zum Bringen/Holen (mit)verpflichtet werden kann, sofern andernfalls ein (kindeswohldienlicher) Umgang nicht verwirklicht werden kann (z.B. bei weit auseinanderliegenden Wohnsitzen, die mehrstündige Fahrtwege erfordern). Insoweit wird dort von der grundsätzlichen Rechtsauffassung, dass der Umgangsberechtigte zum Bringen/Abholen verpflichtet ist, abgewichen.

      § 1684 Abs.3 BGB räumt dem Gericht das Recht ein, den Umgang näher zu regeln, und zwar auch mit Wirkung gegen Dritte. Das Gericht wird daher in einem Verfahren den Umgang hinreichend näher regeln; dies bezieht Ort, Rhythmus, Zeiten, aber auch Holen/Bringen ein. Eine grundsätzliche Beschwerdebefugnis gegen einen Umgangsbeschluss räumt der BGH zwar Pflegeeltern nicht ein (BGH, Beschluss vom 13. 4. 2005 - XII ZB 54/03); sehr wohl aber kann den Pflegeeltern die Beschwerde gegen einen Beschluss zustehen, wenn dieser in ihre subjektiven Rechte nachhaltig eingreift. Dies ist -wie in einem Beschluss des OLG HH in 2008 dargelegt- dann der Fall, wenn den Pflegeeltern Verpflichtungen auferlegt und Zwangsgeld angedroht wird.

      Neben der familienrechtlichen Situation (bei Umgangsantrag bei Gericht) wird das JA im Rahmen des Hilfeplanverfahrens ggf. Pflegeeltern auf ihre Mitwirkung §§ 36, 37 SGB VIII hinweisen. Das JA hat durchaus die Pflicht, auf eine kindeswohlgedeihliche Zusammenarbeit zwischen Eltern und Pflegeeltern hinzuwirken (§ 37 Abs. 1 S. 1 SGB VIII). Die Art und Weise der Zusammenarbeit ist im Hilfeplan zu dokumentieren (§ 37 Abs. 2 a SGB VIII), an dem die Pflegeeltern zu beteiligen sind (§ 36 Abs. 2 D.3 SGB VIII). Aber auch der Prüfpflicht des JA hinsichtlich der Gewährleistung einer kindeswohldienlichen Erziehung durch die Pflegeeltern (§ 37 Abs. 3 SGB VIII) ist m.E. keine Anordnungsbefugnis des JA einer Hol/Bringpflicht der Pflegeeltern zu entnehmen, zumal nicht, wenn die Pflegeeltern ihre Mitwirkungsbereitschaft im Sinne des Kindeswohls durch die Übernahme einer Wegstrecke unter Beweis stellen.
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