Bereitschaftspflegekind in den Kindergarten?

      Bereitschaftspflegekind in den Kindergarten?

      Hallo,
      wir haben zur Zeit ein 18 Monate altes Kind in Brp. Der Mitarbeiter des Trägers meinte, das Kleine müsse gefördert werden und ich solle doch mal schauen, ob da, wo wir wohnen ein Krippenplatz frei sei (auf dem Land).

      Wer von Euch hat ein Bereitschaftspflegekind in der Krippe/Kindergarten?

      Werden die Kosten vom JA übernommen?.

      Wie viele Stunden pro Tag ist es untergebracht?
      Liebe Grüß sophie
      Du kannst kein neues Leben beginnen
      doch du kannst jeden Tag neu beginnen
      Hallo Sophie,
      ich habe kein Bereitschaftspflege Kind im KiGa. Ich finde es immer traurig zu lesen, das so kleine Kinder in eine Fremdbetreuung sollen. Das Kind ist doch so schon durch Bindungsabbruch total aus der Bahn und soll noch mehr von ihm fremden Personen betreut werden? Es ist unglaublich was man so einem kleinen Kind zumuten möchte. Vor allem klingt es ganz nach "längerem Aufenthalt" bei euch. Bei uns in NRW kenne ich es nur so das Kinder unter 2 Jahren garnicht in einen KiGa dürfen, weil sie zu jung sind.

      Für den KiGa werden hier die Kosten vom JA übernommen.

      LG Ina
      Wenn über eine dumme Sache mal endlich Gras gewachsen ist,

      kommt sicher ein Schaf gelaufen, das alles wieder runterfrisst.


      Hallo Sophie,

      ich halte das (freundlich ausgedrückt) für eine verrückte Idee.
      Ich weiß ja nicht, wie lange das Kind schon bei dir ist. Aber grundsätzlich ist Bereitschaftspflege ja auch eine Phase der Unsicherheit (für alle). Keiner weiß so genau, wie lange sie dauert, oft auch nicht, wo sie hinführen soll. Das ist für alle – auch das (kleine) Kind – belastend.
      Bereitschaftspflegeeltern können diese Belastungen mindern, indem sie Zuwendung und Sicherheit vermitteln. Aber dafür müssen sie da sein… und nicht das Kind im Kindergarten. So lange ein Kind nicht sicher (gebunden) ist, führt eine „weitere Fremdbetreuung in der Fremdbetreuung“ doch nur dazu, ihm noch weniger Halt zu bieten.

      Um was für eine Art der Förderung soll es denn überhaupt gehen?
      Wenn es um massive Defizite geht, wäre vielleicht so etwas wie Frühförderung sinnvoll. Wenn es um soziale Kontakte geht, täte es sicher auch eine Spielegruppe.
      Aber beides erst dann, wenn das Kind dazu auch in der Lage ist (es also schon so etwas wie Sicherheit und Struktur hat und mit dem Neuen nicht komplett überfordert wird) und auch nicht als weitere Fremdbetreuung sondern als etwas, das du begleitest, so dass du eventuelle Überforderungen auch erkennen und gegensteuern kannst.

      Viel hilft nicht immer viel!

      Netten Gruß
      Suse
      Anfangs lieben Kinder ihre Eltern. Wenn sie älter werden, halten sie Gericht über sie. Bisweilen verzeihen sie ihnen.

      Oscar Wilde
      Hallo Sophie,
      hast du mittlerweile einen Kindergartenplatz? Ich habe schon einige Kinder in den Kindergarten gegeben (Bereitschaftspflegekinder) und es hat allen sehr gut getan. Sie hatten immer viel Spaß und haben in großen Schritten Defizite aufgeholt. Allein der Kontakt zu Gleichaltrigen ist sehr wichtig und zu Hause nicht immer gegeben. Es ist wichtig dass gerade Bereitschaftspflegekinder einen ganz normalen Tagesablauf kennen lernen und dazu zählt auch die Kita. Ich würde das immer wieder machen und unsere jetziges Kind ist jetzt auch in der Kita.

      Liebe Grüße
      Froggy
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