AZ 3 UF 159/12 vom 20.06.2015 Kammergericht Berlin - Umgangsausschluss bei entgegenstehendem Kindeswillen

      AZ 3 UF 159/12 vom 20.06.2015 Kammergericht Berlin - Umgangsausschluss bei entgegenstehendem Kindeswillen

      Das Urteil ist beschäftigt sich mit der Bedeutung des Kindeswohls und der Bedeutung des Elternrechts in Fragen des Umgangs. Das Kammergericht setzt sich intensiv mit der Frage des eigenen Willen von Kindern oder Jugendlichen auseinander und dessen Bedeutung für die Beschlussfassung.

      AZ 3 UF 159/12 vom 20.06.2015 Kammergericht Berlin

      Das Urteil ist sehr umfangreich und beschäftigt sich mit der Bedeutung des Kindeswohls und der Bedeutung des Elternrechts in Fragen des Umgangs.

      Das Kammergericht beschäftigt sich ausführlich mit der Frage, ob der Wille von Kindern oder Jugendlichen ein ‚freier‘ unbeeinflusster Wille ist und somit als wesentlicher Faktor in das Urteil mit einfließen muss, oder ob dieser Wille nicht frei ist und eher ‚manipuliert‘ wurde. Das Gericht erläutert im Urteil, dass der Wille eines Kindes natürlich durch Bindung und Zuneigung beeinflussbar ist, das dies aber nicht heiße, dass der Wille dadurch nicht ein ‚eigener‘ Wille wird und weniger zu beachten sei. Der eigene Wille ist auch eine Form der Selbstbestimmung, welche mit zunehmenden Alter immer mehr von Bedeutung wird.

      Grundsätzlich steht das Recht auf Umgang gem. § 1684 BGB den Eltern zu, steht auch unter dem Schutz des Artikel 6 Grundgesetz und darf nur dann ausgeschlossen werden, wenn der Schutz des Kindes dies erfordert.

      Aufgrund der besseren Lesbarkeit habe ich die Verweise auf andere Gerichturteile im Text herausgenommen. Diese können im Originaltext in unserer Urteilsdatenbank nachgelesen werden.

      moses-online.de/artikel/umgang…teil-kammergericht-berlin
      Wenn über eine dumme Sache mal endlich Gras gewachsen ist,

      kommt sicher ein Schaf gelaufen, das alles wieder runterfrisst.


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