Kinderbetreuung - Regierung plant 24-Stunden-Kitas

      Kinderbetreuung - Regierung plant 24-Stunden-Kitas

      Familienministerin Schwesig möchte mehr Betreuungsangebote für Randzeiten schaffen und investiert dafür 100 Millionen Euro. Ihr Ziel: Künftig sollen Kinder in den Kitas sogar übernachten können.

      faz.net/aktuell/politik/inland…unden-kitas-13684355.html
      Wenn über eine dumme Sache mal endlich Gras gewachsen ist,

      kommt sicher ein Schaf gelaufen, das alles wieder runterfrisst.


      Ich sehe das ein bischen von zwei Seiten.
      Wenn man arbeiten gehen MUSS und nicht die Möglichkeit hat sein Kind bei den, z.B. Großeltern, zu lassen, wenn der Kindergarten aus ist, dann finde ich das eine sehr gute Lösung.
      Das Krötchen hat auch einen Platz von 7-16 Uhr und wenn ich länger als 16 Uhr arbeiten muss, dann holen meine Eltern die ab. Mein Mann ist nicht vor 17 Uhr zu Hause. Wenn ich nur bis Mittags muss, kommt sie dann schon mit nach Hause.
      Aber nicht jeder hat die Möglichkeut dazu und dann finde ich eine 24 Stunden Einrichtung sinnvoll.
      Beispiel, Alleinerziehende Mutter mit Job als Krankenschwester im Schichtdienst.
      wenn das nun vorher geprüft wird, ob wirklich Bedarf besteht, dann ist es gute Sache.
      Die kleinen Überraschungen sind meistens die schönsten. Und manchmal bleiben sie für immer. :kindumarm:
      Die Frau hat einen Knall, aber einen gehörigen. Wenn man damit "angeblich" Familien fördern will und nicht die Industrie, um Arbeitskräfte zu haben, na dann herzlichen Dank. Auf Abstand kann kein Familienleben entstehen - nur gestörte Bindungen und Beziehungen. Und das staatlich verordnet.
      Mich macht es unsaglich erschüttert und dazu wird noch Beifall geklatscht.
      Die Liebe erträgt alles, glaubt alles, hofft alles,
      lt allem stand. Die Liebe hört niemals auf.


      1. Brief des Paulus an die Korinther 13,8
      Es heisst ja nicht das die Kinder 24 Stunden am Stück in der KITA sind, aber wie Charly schon schrieb. Es gibt auch Mütter(Eltern im Schichtdienst) und die rutschen dann meist in die SOZI weil sie ihren Job nicht mehr nachgehen können und wenn die Eltern frustriert zu Hause sitzen ist es für die Kinder auch nicht grade schön. Wie ich hier schon öfters schrieb, kommt es hier auf die Qualität der zeit an die ich mit meinem Kind verbringe und nicht immer unbedingt auf die Quantität.
      Natürlich sollte genau geprüft werden was der Hintergrund der Nutzung dieser Betreuungszeiten ist.
      Loni.

      Ein Tag ohne Lächeln, ist ein verschenkter Tag !
      (Charlie Chaplin)
      Nein, es heißt nicht, dass die Kinder 24 Stunden am Stück in der KITA sind.
      Ja und genau, weil die Eltern arbeiten gehen müssen, um zu Leben, schrieb ich ja, dass es nicht familienfördernd ist. Es geht hier um "Arbeitskräftebindung" sonst nix. Die Kinder und ihre schweren Schäden, die damit verbunden sind (nachgewiesen in umfangreichen Studien aus DDR-Zeiten) bleiben dabei völlig unberücksichtigt.
      Es müßte etwas dafür getan werden, dass keine Mutter gezwungen ist, wenn sie denn kleine Kinder hat, arbeiten zu gehen.
      Nun interessiert mich schon, worauf sich deine Meinung wohl bezieht, dass es auf die Qualität der Zeit, die du mit deinem Kind verbringst, bezieht. Auch das ist lange wiederlegt, dass keiner der 2 Stunden mit dem Kind verbringt, den Tag aufwerten kann, wo das Kind dich vermisst hat. Ich bin gespannt.
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      lt allem stand. Die Liebe hört niemals auf.


      1. Brief des Paulus an die Korinther 13,8
      Also ich möchte hier mal klarstellen das ich es auch besser finde wenn ein Elternteil in den ersten Kindheitsjahren bei dem Kind bleiben kann. Dazu müsste aber die grundlegende wirtschaftliche Existens der Familie gesichert sein.
      Dann gibt es jedoch auch noch den Aspekt der Qualität den du ansprichst. Ich meine damit folgendes. Meine besonderen Pflegekinder waren alle durchweg bei der Mutter bzw. LE 24 Stunden am Tag zu Hause. Diese Eltern hatten alle Zeit der Welt für ihre Kinder. Den Erfolg daraus habe ich ja nun hier bei mir.
      Meine LK sind durchweg stundenweise fremdbetreut gewesen, da wir beide arbeiten waren und keiner von den 3 hat sich negativ entwickelt und da die älteste bereits 31 ist und selbst Mutter eines Kindes das nun zur schule kommt, kann ich mit Fug und recht sagen -Toll entwickelt. Wir haben ein super Verhältnis. Sie steht mit beiden Beinen im Leben . Ebenso meine autistische Ado-Tochter und mein jüngster LS der auf dem Weg zum Abi ist, tolle Freunde hat und einfach ein Klasse Mensch ist.
      Auch in den ersten Jahren unseres PE-Daseins haben wir noch beide gearbeitet und demzufolge haben auch die PK stundenweise Fremdbetreuung gehabt und haben in kürzester zeit mehr Entwicklung in positiver Hinsicht gemacht als Jahrelang bei ihren LE die zu Hause waren vorher. Unser jüngster PS ist seelisch leider dermaßen kaputt das ein Elternteil von uns nun seit 2 Jahren für ihn zu Hause bleibt besser für ihn dasein zu können, jedoch geht er in seelisch stabilen Zeiten auch mal in en Kinderhort für 1-2 Stunden nach der Schule weil er selbst den Kontakt zu den Kindern möchte.
      ICh bin der Meinung das man nicht einfach pauschal sagen kann das Fremdbetreuung unheivoll ist. Ich und mein Mann sind auch mit Krippe und Co. in der DDR Zeit aufgewachsen und das wir nicht soziale liebevolle Menschen geworden sind will uns ja wohl niemand sagen, oder ?
      Loni.

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      (Charlie Chaplin)
      Ich stimme loni 100% zu. Sehr viele PK, die ich bisher hatte, waren 24 h am Tag zuhause mit den Eltern, weil diese meist ganz einfach zu bequem waren, täglich die Kinder pünktlich in die Kita zu bringen und auch wieder abzuholen. Also blieben sie zuhause und sich selbst u höchstens noch dem Fernseher überlassen! Die Resultate kennen alle hier! Also ist es nicht die Menge der Zeit sondern schon die Qualität, die es ausmacht! Man kann eben nicht so einfach pauschal sagen, das Beste für ein Kind ist 24 Stunden zuhause bei den Eltern sein!
      Und es gibt eben Familien, die es sich nicht leisten können, daß einer über Jahre zuhause bleibt, auch wenn sich eingeschränkt wird! Miete, Strom usw müssen halt bezahlt werden und in Zeiten vieler Geringverdiener und Zeitarbeiter ist das eben oft nicht so einfach.
      Ich finde flexible Kita-Öffnungszeiten gut, immer mehr Geschäfte z.B. haben bis 19.00 oder sogar 22 Uhr geöffnet. Was spricht denn dagegen, wenn eine Verkäuferin, die nachmittags arbeitet, ihr Kind von 14.00 bis 19.00 Uhr in die Kita bringt und dafür halt den Vormittag ihrem Kind widmet? Es müßte eben drauf geschaut werden, daß die Abend-u evtl Nachtzeiten nur von den Eltern genutzt werden können, die es arbeitsmäßig brauchen.

      Und noch nebenbei, ich bin auch in der DDR aufgewachsen, meine gesamte Familie ebenso, auch Freunde, Bekannte usw. und ich kenne ehrlich gesagt niemanden, der deshalb jetzt schwer geschädigt ist!

      Dieses Thema wird aber wohl immer ein Streitthema sein und bleiben. Ich finde, jede Familie sollte für sich entscheiden, was möglich ist und was gut für alle ist.
      Hallo,
      Für Kleine ,also Krippenkinder finde ich das auch keine tolle Lösung, für größere Kinder schon. die verstehen ja schon was "eine Nacht" ist und übernachten oft gern aushäusig
      Wenn ich die Möglichkeit für meinen Sohn gehabt hätte,hätte ich sie bestimmt regelmäßig genutzt.
      Wir haben zum Teil abenteuerliche Betreuungskonstellationen gemacht, wenn meine damalige Mitbewohnerin abgesprungen ist und ich Nachtdienst hatte.
      Wenn ich ihn in seiner vertrauten Kita gewusst hätte, wäre mir manches mal wohler gewesen und wir hätten viele Nerven gespart.
      Talita
      Für Schichtarbeiter ein Gewinn, denn damit ist es möglich die Dienste auch so einzuteilen, dass beide Elternteile mit dem Kind zusammen Zeit verbringen können. Oft sehen sich viele Tagelang nicht.

      Natürlich besteht auch die Gefahr des Mißbrauchs aber wo ist die nicht mehr gegeben?

      Auch hier liegt PRO und Contra dicht aneinander..

      LG Michi
      Verantwortlich ist man nicht nur für das, was man tut, sondern auch für das, was man nicht tut. laotse
      Die Vor- und Nachteile sind schon ganz gut beschrieben. Ich denke, dass Eltern im Schichtdienst so mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen können - Eltern im Spätdienst können dann flexibel die Zeit mit den Kindern morgens nutzen anstatt in der Spätdienstwoche ihre Kinder nur abends zu sehen...
      ABER - es ist schon schlimm, dass überhaupt beide Elternteile oft arbeiten müssen...
      Für die Kinder ist es schlimm, wenn sie keinen eigenen Rhythmus haben dürfen - Schichtdienst ist schon für Eltern schlimm...
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