Änderung des Familiennamens eines Pflegekindes

      Änderung des Familiennamens eines Pflegekindes

      Gericht/Institution: VG Mainz
      Erscheinungsdatum: 19.05.2015
      Entscheidungsdatum: 24.04.2015
      Aktenzeichen: 4 K 464/14.MZ

      Änderung des Familiennamens eines Pflegekindes

      Das VG Mainz hat entschieden, dass der Familienname eines Kindes in den Namen der Pflegeeltern geändert werden kann, wenn dies dem Wohl des Kindes förderlich ist.

      Das heute 10-jährige Kind lebt seit seiner Geburt bei Pflegeeltern. Es trägt den Familiennamen der leiblichen Mutter. Auf Wunsch des Kindes und im Einverständnis mit den Pflegeeltern gab die zuständige Verbandsgemeinde dem Antrag auf Änderung des Familiennamens des Kindes in den der Pflegeeltern statt und führte aus, dass eine Namensänderung zur dauerhaften Sicherung des Wohls des Kindes erforderlich sei. Dagegen richtete sich die Klage des leiblichen Vaters, der die Interessen der leiblichen Eltern unnötig zurückgesetzt sieht. Eine Namensänderung sei nicht notwendig, um seinem Kind Sicherheit zu vermitteln; sie schade vielmehr der Bindung zwischen den leiblichen Eltern und dem Kind.

      Das VG Mainz hat die Klage abgewiesen.

      Nach Auffassung des Verwaltungsgerichts liegt ein die Änderung des Familiennamens rechtfertigender wichtiger Grund vor, wenn die Abwägung aller Umstände ein Übergewicht der für die Änderung sprechenden Belange ergibt. In Fällen eines in Dauerpflege aufwachsenden Kindes sei es nach der Rechtsprechung des BVerwG notwendig, aber auch ausreichend, dass die begehrte Namensänderung dem Wohl des Pflegekindes förderlich sei und überwiegende Interessen an der Beibehaltung des bisherigen Namens nicht entgegenstünden. Im vorliegenden Fall bestehe eine intensive Beziehung des Kindes zu den Pflegeltern, die es auch zukünftig zu stabilisieren gelte. Das Interesse des leiblichen Vaters trete dahinter zurück, wobei auch zu berücksichtigen sei, dass das Kind schon bisher einen anderen Familienname trage als sein Vater.

      Quelle: Pressemitteilung des VG Mainz Nr. 11/2015 v. 19.05.2015
      Es gibt nichts Gutes, außer man tut es. (E. Kästner)
      Hallo,wir haben auf dem Wunsch von Wusel,den Wunsch den er schon viele Jahre hat,einen Antrag bei der SA des JA gestellt das er gern unseren Nachnamen tragen möchte.
      Die SA hat daraufhin mit der sorgeberechtigen LM telefoniert und Wusels Wunsch vorgetragen.Dieser wurde von der LM natürlich abgelehnt. SA ist der Meinung das sie unseren Antrag nicht teilt da es sich nicht bei Wusel um Kindeswohlgefährdung handelt.
      Narürlich habe ich dem Antrag das Gerichtsurteil beigefügt.
      Wie wäre jetzt der weitere Weg? Können wir irgendwas unternehmen? Denn die SA arbeitet zur Zeit lieber zu Gunsten der leibl. Mutter und nicht für uns.
      LG
      chrissi
      Das schönste Kinderzimmer eines Kindes ist das Herz und das schönste Wohnzimmer die Zeit der Eltern
      Chrissie:---da es sich nicht bei Wusel um Kindeswohlgefährdung handelt. ---
      Antwort:
      In diesem Urteil muss das Wohl nicht gefährdet sein
      Sondern: Es soll -> das Wohl des Kindes fördern!!!
      Ich suche mal ...wenn ich ein bisschen mehr Zeit habe ... den ganzen Bericht hierzu raus -

      Wohlfühlorientierte Pflegemutter :tanz:
      Danke fly,
      ich habe inzwischen den Gesamten Bericht und habe bei unserem Jugendamt einen Antrag gestellt.
      dieser wurde wie erwartet abgeschmettert Die Begründung lautete: SA hat mit LM telefoniert und LM sagt nein.Es wäre ihr Sohn und nicht unser.SA ist der gleichen Meinung u fügt hinzu, da keine Kindeswohlgefährdung vorliegt,wird dem Antrag nicht statt gegeben .
      Unsere SA arbeitet grundsätzlich gegen uns.Alles was ich ihr vorlege,wird erstmal mit der LM besprochen.Demnach wird dann von der SA gehandelt. Wir werden gerichtlich vorgehen.
      lg chrissi
      Das schönste Kinderzimmer eines Kindes ist das Herz und das schönste Wohnzimmer die Zeit der Eltern
      @ Chrissi, dass ist ja totaler Quatsch. was eure JA SA erzählt.
      Du mußt den Antrag bei der Behörde auf Namensänderung (beim zuständigen Landratsamt - heißt es bei uns) stellen. Das Amt wird dann die LM befragen und das JA um Stellungnahme bitten. Kanns du gut begründen, dass es für das Kind wichtig ist, euren Namen auch zu haben, können die beiden schreiben was sie wollen.
      Es bleib doch das Kind der LM - hier ändert sich doch nichts. Es ist doch keine Ado. Wenn dann eine Ablehnung kommt - dann RA und Gericht.
      Die Liebe erträgt alles, glaubt alles, hofft alles,
      lt allem stand. Die Liebe hört niemals auf.


      1. Brief des Paulus an die Korinther 13,8
      Ja, sehe ich genau so. Ziemlicher Blödsinn. Bei Pflegekindern muss für die Namensänderung keine Kindeswohlgefährdung vorliegen, es reicht, wenn es dem Kindeswohl dient. Dazu gibt es bereits zahlreiche Urteile.

      Netten Gruß
      Suse
      Anfangs lieben Kinder ihre Eltern. Wenn sie älter werden, halten sie Gericht über sie. Bisweilen verzeihen sie ihnen.

      Oscar Wilde
    Ungelesne Beiträge