Brandenburger Gericht setzt neue Maßstäbe beim Sorgerecht

      Brandenburger Gericht setzt neue Maßstäbe beim Sorgerecht

      Potsdam (MOZ) Wenn sich Eltern vor Gericht um ihre Kinder streiten, konzentrieren sich die Richter meist auf die beiden Partner - ihre Konflikte, ihre Ziele, ihre Defizite. Das Landesverfassungsgericht hat nun aber entschieden, dass Gerichte mehr Rücksicht auf den Willen der Kinder nehmen müssen.


      Hier könnt Ihr den Artikel lesen :moz.de/nachrichten/brandenburg…l-ansicht/dg/0/1/1367906/
      Aus Liebe zum Wahnsinn
      Oh Gott, was ist das denn?
      Hat die Zeitung unvollständig recherchiert? Normalerweise hat ein Kind nach der Trennung der Eltern ja seinen Lebensmittelpunkt bei einem Elternteil, wo es i.d.R. natürlich übernachtet.
      Also hier stimmt doch was nicht - und das Ganze noch über mehrere Instanzen?

      So bescheuert können Familiengericht und JA zusammen doch nicht sein. Ich nehme mal an, das ist nur die halbe Sachlage.

      LG
      Kati
      Es gibt nichts Gutes, außer man tut es. (E. Kästner)
      "Normalerweise hat ein Kind nach der Trennung der Eltern ja seinen Lebensmittelpunkt bei einem Elternteil, wo es i.d.R. natürlich übernachtet.
      Also hier stimmt doch was nicht - und das Ganze noch über mehrere Instanzen?

      So bescheuert können Familiengericht und JA zusammen doch nicht sein. Ich nehme mal an, das ist nur die halbe Sachlage."

      Bei einer bekannten Familie war es ähnlich. In der Trennungsphase konnten sich die Eltern nicht über den Aufenthalt des Kindes, Umgang usw. einig werden. Da war nichts zu machen... Rosenkrieg vom Feinsten und mittendrin das Kind, das von beiden Seiten bis zum geht-nicht-mehr instrumentalisiert wurde. Das JA hat zunächst mehrfach "angedroht", das Kind fremdunterzubringen, wenn es keine zumindest ansatz- und übergangsweise Einigung gibt. Das hat die Eltern nicht beeindruckt, sie waren viel zu sehr in ihrem gegenseitigen Hass (anders kann man das echt nicht mehr nennen) gefangen und es war keinerlei Blick mehr für das Kind da.
      Das JA hat das Kind dann tatsächlich in einer Pflegefamilie untergebracht. Erst mit etwas Abstand, im Scheidungsverfahren, wurden dann Regelungen getroffen (und auch erst dann war eine akzeptierte Lösung möglich) und das Kind lebt seither beim Vater.

      Für das Kind war die Herausnahme richtig. Es musste zur Ruhe kommen und als Spielball vom Feld der Erwachsenen genommen werden. Es war damals sieben oder acht Jahre alt (und echt pfiffig, ein tolles Kind!) und selber erleichtert, dass es zwar beide Elternteile sehr regelmäßig sieht, den Beschimpfungen des und Drohungen gegenüber dem anderen Elternteil aber nicht mehr schutzlos ausgeliefert war und nicht mehr gezwungen wurde, sich beim einen gegen den anderen zu positionieren.

      Netten Gruß
      Suse
      Anfangs lieben Kinder ihre Eltern. Wenn sie älter werden, halten sie Gericht über sie. Bisweilen verzeihen sie ihnen.

      Oscar Wilde
    Ungelesne Beiträge