Förderblödsinn

      Förderblödsinn

      Als ich mit dem zweiten Kind schwanger war, wurde ich mehrfach darauf
      hingewiesen, dass ich aufpassen müsste, das Geschwisterkind neben dem
      behinderten Kind nicht zu vernachlässigen. Ein vollkommen überflüssiger
      Ratschlag, denn als Mutter eines behinderten Kindes hat man ohnehin
      schon ein Dauer-schlechtes-Gewissen, denn es gibt ja mehr
      Therapie­möglich­keiten, als der Tag Stunden hat, und wenn man sich
      nicht gerade Vorwürfe macht, weil man sein Kind nicht genug fördert,
      kann man sich wunderbar darüber sorgen, dass man es wo­möglich gerade
      überfordert. Wenn dazu dann noch Geschwister kommen, kann man es
      definitiv nicht mehr richtig machen.
      Jetzt ist Willis kleine
      Schwester Olivia 4 Jahre alt, und man muss sich um sie keine Sorgen
      machen. Sie hat von Anfang an das Recht auf ihren Teil an Aufmerksamkeit
      vehement eingefordert. Ich habe das Gefühl, dass sie eigentlich mehr im
      Mittelpunkt steht als Willi. Allein durch ihre Fähigkeit zu sprechen,
      kann sie ihre Bedürfnisse so unendlich viel klarer ausdrücken als ihr
      Bruder. Auch liefert sie uns ständig die Freude neuer Wortschöpfungen.


      hier könnt Ihr weiterlesen : a-tempo.de/article.php?i=201309&c=4
      Aus Liebe zum Wahnsinn
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